
Eine Frau gegen Hitler
„Da sie das richtige Deutschland liebt, haßt sie das falsche.“ Erika und Klaus Mann, Escape to life
Dass sie Adolf Hitler nach einem Interview 1931 kritisch porträtierte, verzieh er ihr nie: Dorothy Thompson (1893 – 1961) wurde 1934 als erste westliche Korrespondentin aus dem Land geworfen. Die Amerikanerin war eine der berühmtesten Journalistinnen ihrer Zeit und galt als eine der zwei einflussreichsten Frauen der USA – die andere war Präsidentengattin Eleonore Roosevelt. Mit Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis verheiratet, pflegte Thompson auch Liebesbeziehungen zu Frauen und verkehrte in Europa mit den Größen der Kulturwelt. Viele von ihnen unterstützte sie während der Emigration. Zugleich kämpfte sie unermüdlich dafür, dass die USA sich am Krieg gegen Hitler-Deutschland beteiligten. Die erste deutschsprachige Biografie über Dorothy Thompson zeichnet das Porträt einer eigensinnigen Frau, die durch das Wort wie durch praktisches Engagement wirkte. Eine Wiederentdeckung.
„Dorothy Thompson wurde durch ihre Berichte aus Nazi-Deutschland zum Star. Heute haben ihre Texte unheimliche Aktualität. Höchste Zeit, sie wiederzuentdecken.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Verlag: Ch. Links Verlag
Veröffentlichung: 06.10.2026
ISBN: 978-3-96289-147-3
Format: Hardcover mit Schutzumschlag und Abbildungen
Seitenzahl: 320 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 25 Euro
Prof. Dr. Karina von Tippelskirch ist Associate Professor of German an der Syracuse University in den USA. Nach dem Studium der Europäischen Ethnologie und Germanistik in Marburg lernte sie Jiddisch in Frankfurt und New York. Danach lehrte sie an der New Yorker Columbia University, der Rutgers University in New Jersey und am Deutschen Haus der New York University. Sie forscht und lehrt zur Exilliteratur, literarischen Repräsentationen des Holocausts, der Schnittstelle von deutscher, deutsch-jüdischer und jiddischer Literatur sowie zu US-Autorinnen und -Autoren in Deutschland und Österreich. 2018 erschien ihr Buch Dorothy Thompson and German Writers in Defense of Democracy.