Beobachten. Aufschreiben. Berichten.
Wie aus Kleinigkeiten interessante Reportagen werden

Am 15. Februar 1979 begann ich ein Volontariat bei der Berliner Tageszeitung BZ, die im Ullstein Verlag erschien, der wiederum zum Axel Springer Konzern gehörte. Chefredakteur war Wilhelm Pannier. Er hat mir beigebracht, meine Neugier in journalistische Bahnen zu lenken. „Gute Geschichten liegen auf der Straße. Du musst sie nur erkennen und aufsammeln“,  gab er mir mit. Er selbst fragte seinen Redakteuren bei jeder Konferenz Löcher in den Bauch. Wollte alles wissen. Sofort entstand dann in „Pannes“ Kopf die Geschichte, die er schnellstens in der Zeitung sehen wollte. So blieb wenig Zeit für Reportagen, die damals in boulevardesken Tageszeitungen nur eine untergeordnete Rolle spielten.

Tatsächlich erschienen meine ersten Reportagen bei BILD-Frankfurt. Peter Fischer, ein junger Redaktionsleiter, hatte mich an den Main geholt und mich – bis auf wenige Ausnahmen – vom aktuellen Tagesgeschäft freigestellt. Er schickte mich auf die Straße, gab mir kleinere Meldungen oder besprach Ideen mit mir, die sich zu einer Reportage entwickeln könnten. So entstanden die ersten größeren Geschichten.

Im Laufe meines Berufslebens habe ich viele Reportagen geschrieben: kürzere, längere, mehrteilige. Doch, wie es oft so ist, mit dem Erklimmen der Karriereleiter, ändern sich die Aufgaben. Heftplanung, Personal- und Budgetverantwortung, Seitenproduktion, und, und, und …

Für viele Jahre war es für mich nur noch in Ausnahmefällen möglich, eine Reportage zu schreiben. Das änderte sich erst 2007, als ich mich entschloss, den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs bei der SUPERillu aufzugeben und als selbstständiger Journalist zu arbeiten. Seitdem hat das Schreiben wieder eine absolute Vorrangstellung bei meiner Arbeit.

Nehmen Sie sich Zeit beim Lesen und Stöbern. 

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