Buch-Die-Kunst-des-Lobens

Loben will gelernt sein. Deshalb warnt Iso Camartin vor einer Überdosierung des Lobs durch wohlmeinende Eltern und bedauert, dass das Lob in der Erwachsenenwelt immer mehr verkümmert. In dem sprachlich wunderbar formulierten Essay am Anfang des Buchs erklärt Iso Camartin die Historie, die Bedeutung und die Gestaltung einer Lobrede.

Es folgen 42 veröffentlichte und nicht veröffentlichte Lobreden auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Besonders hervorzuheben: „Die Zuversicht und das Leiden“ (8. April 2005) anlässlich des Todes von Papst Johannes Paul II. sowie „Von der Lebendigkeit der Argumente“ gehalten auf Daniel Cohn-Bendit bei der Verleihung des Züricher Fernsehpreises 1998.

Noch etwas gilt es hervorzuheben.
Das Buch ist edel gestaltet: Roter Einband mit eingewebtem Goldglitzer. Gedruckt wurde auf holz- und säurefreiem, ungestrichenem Munken-Pure-Papier.

Auch Typographie und Gestaltung sind etwas ganz Besonderes: Eine Ordensschleife ist das zentrale Motiv bei jeder einleitenden Kapitel–Illustration. Die Serifenschrift Geronimo wirkt sehr modern, weist aber gleichzeitig historische Bezüge auf und der Inhalt blau gedruckt.

Verlag: Die andere Bibliothek, Berlin, ISBN: 9783847704010, 42 Euro, 46 SFr.