Erinnerungen eines Vaterlandslosen

Einer der prägendsten europäischen Politiker der letzten Jahrzehnte: Daniel Cohn-Bendit
Angefangen mit der Geburt in Südfrankreich und der Kindheit in Paris und Frankfurt, geprägt von der Flucht und dem Exil der Eltern und der Suche nach Zugehörigkeit, schildert Cohn-Bendit sein bewegtes Leben – von der Odenwaldschule über den Mai ’68 in Paris, während dessen er im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit stand, bis zu seiner Arbeit am Aufbau der Partei Die Grünen in Deutschland sowie seinen Jahren im Europäischen Parlament – mit erstaunlicher Offenheit. Van Renterghem als Gegenüber regt ihn zu kritischem Nachdenken und Abwägen an. Der einstige „rote Dany“ erscheint nicht als Held, sondern als reflektierter Europäer, der sich mit familiären Traumata, politischen Konflikten und lebensgeschichtlichen Brüchen auseinandersetzt.

Stimmen zum Buch
„Ob man ihm zustimmt oder nicht – Dany Cohn-Bendit hat immer Haltung gezeigt.“ DIE ZEIT
„Cohn-Bendit war einer der leidenschaftlichsten Europäer seiner Generation. Politik bleibt seine Leidenschaft.“ FAZ
„Cohn-Bendit ist das personifizierte Europa.“ Le Monde
„Anekdotenreich, herzerwärmend und erhellend. Mir fällt wirklich kein zweiter Politiker ein, der so offen, so selbstkritisch, so wahrheitssuchend und eben auch frech und unangepasst in alle Richtungen spricht und handelt.“ Natascha Freundel, radio3 rbb

Herausgeber: ‎ Verlagshaus Jacoby & Stuart
Erschienen am: ‎ 1. März 2026
1. Auflage
Sprache: ‎ Deutsch
Seitenzahl: ‎ 240 Seiten
Preis: ‎ 26 Euro
ISBN-13: ‎ 978-3964283122
Originaltitel: Souvenirs d’un apatride
Originalverlag: Mialet-Barrault Éditeurs
Aus dem Französischen von Petra Willim

Daniel Cohn-Bendit, geboren am 4. April 1945, wurde zur Ikone des französischen Mai 1968 und prägte die 70er-Jahre als anti-autoritäre Autorität. Statt Berufsrevolutionär zu werden, arbeitete er u.a. als Buchhändler und war Herausgeber des Sponti-Magazins Pflasterstrand. Später trat er als Realo-Anführer bei den Grünen in Erscheinung, war ab 1990 Frankfurter Stadtrat für multikulturelle Angelegenheiten und saß anschließend zwanzig Jahre lang im Europaparlament. Heute ist er als Dokumentarfilmer, Debattenredner und Kommentator des Zeitgeschehens in französischen wie deutschen Medien aktiv.

Marion Van Renterghem ist eine französische Journalistin und Autorin, die vor allem für ihre investigativen Recherchen bekannt ist. Sie arbeitet für bedeutende französische Medien sowie für The Guardian und The New European. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Prix Simone-Veil.