Ich war doch noch ein Junge

Nevada, 2001: Mitka Kalinski führt ein scheinbar perfektes Familienleben – doch was niemand weiß: Er trägt ein düsteres Geheimnis in sich, das er seit vielen Jahren vor der Außenwelt verbirgt. Mitka ist Jude. Und die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn ein: Plötzlich kommen die Erinnerungen an die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Pfaffenwald und an die Zeit als Kindersklave in Rotenburg an der Fulda in voller Wucht zurück. Und damit auch die Fragen nach seinen Eltern, seinem Namen, seiner Identität. Nach Jahrzehnten des Schweigens erzählt er zum ersten Mal seine schreckliche Geschichte und macht sich mit seiner Frau Adrienne auf die Suche nach seinen Wurzeln… Und nach der Wahrheit und nach dem Gott seiner Väter.


ISBN: 9783775161893
Auflage: 16.08.2023
Seitenzahl: 384 S.
Preis: 25 Euro

Stimmen zum Buch

»Von den Schrecken im ersten Teil dieses Buches nur zu lesen, schmerzt. Doch was dann folgt ist eine faszinierende Geschichte, wie jemand traumatische Erlebnisse verarbeiten und heil wird – auch mit der Hilfe von liebevollen Freunden und Familie. Und am Ende findet der Held der Geschichte seine Wurzeln, seine Familie und seinen Glauben.«
Eva Schloss, Holocaustüberlebende und Stiefschwester von Anne Frank

»In deutscher Übersetzung erscheint diese bewegende Biografie eines Mannes, der lange Jahre nach dem erlittenen Leid versucht, sich seiner Herkunft und (religiösen) Identität zu vergewissern. Der Text ist sorgfältig recherchiert und überzeugt vor allem dadurch, dass Mitkas Gedanken- und Gefühlswelt detailliert und psychogrammartig nah, dabei aber immer behutsam und ungekünstelt geschildert wird. Es ist eine kraftvolle Geschichte der Hoffnung, des Muts und der Heilung, gleichzeitig ein lehrreiches zeitgeschichtliches Buch, das viele Leser*innen finden sollte. – Gerade in einer Zeit, in der – wie aktuelle Studien zeigen – Teile der gesellschaftlichen Mitte zunehmend demokratieskeptischer werden und nach rechts rücken und die Zeitzeugen immer weniger werden, ist Erinnerungsarbeit, wie sie dieses Buch leistet, wichtiger denn je, um die vielbeschworene Haltung eines „Nie wieder“ dauerhaft zu sichern.« Jörgen Pfeffer, ekz-Informationdienst