Paranoia in Hollywood

Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953

Nominiert zum Preis der Leipziger Buchmesse

Jan Jekal entlarvt in Paranoia in Hollywood das sogenannte „Weimar am Pazifik“. Zahlreiche in Deutschland etablierte Künstlerinnen und Künstler, Autoren und Autorinnen fanden während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht an der Westküste der USA. Doch an den sonnendurchfluteten Städten nahe der Strände erwartete sie kein Idyll: Bereits kurz nach ihrer Ankunft, während sie im beginnenden Krieg ihren mal militärischen, mal moralischen Beitrag aufseiten der Alliierten leisten, werden die Geflüchteten zu Verdächtigen. Eben noch als noble Nazi-Gegner gefeiert, gerieten viele Exilantinnen und Exilanten ins Visier des amerikanischen FBI. Misstrauen, Überwachung und politische Verfolgung prägten zunehmend ihren Alltag. Jekal zeichnet eindrücklich nach, wie aus einem Ort der Rettung ein Raum der Angst wurde und wie sich die Mechanismen der Paranoia auf Kunst, Arbeit und persönliche Beziehungen auswirkten. Das Land, das Zuflucht war, wandelt sich zum Ort der Repression und Verfolgung.

 

Begründung der Jury
Dieses Buch hat das Zeug zu einem echten Blockbuster. In den Hauptrollen: Stars wie Thomas Mann, Marlene Dietrich oder Bertolt Brecht; eine Handlung voller tragischer Wendungen und großer Gefühle und alles mit viel Tempo und Esprit erzählt. Und ganz nebenbei legt Jan Jekal auch erstaunliche Parallelen zur Gegenwart frei: Geflüchtete wurden selten mit offenen Armen empfangen – selbst Stars nicht.

Herausgeber ‏: ‎ Matthes & Seitz Berlin
Erscheinungstermin ‏: ‎ 26. Februar 2026
1. Auflage ‏
Sprache ‏: ‎ Deutsch
Seitenzahl‏ : ‎ 400 Seiten
Preis ‏: ‎ 28 Euro
ISBN-13 ‏: ‎ 978-3751821032

Jan Jekal, 1993 in Kiel geboren, ist freier Autor und Kulturjournalist. Er hat Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin studiert. Seine Texte zu Film und Musik erscheinen unter anderem im Tagesspiegel, in der ZEIT, der taz und der Süddeutschen Zeitung. Er moderiert zudem den Popkultur-Podcast Rolling Stone Weekly. Er lebt in Berlin.