Wohin führen unsere Wege im Jahr 2026?©ik

Gedanken zum Jahreswechsel

Heute, am letzten Tag des Jahres 2025, frage ich mich wieder einmal:

Wie war es denn, das abgelaufene Jahr? War es voller neuer Erfahrungen, schöner Momente, genutzter Möglichkeiten und konnte von mir mit meinen Kräften bewerkstelligt werden? Oder waren es 12 Monate mit Momenten der Angst, Schwäche, Einsamkeit und Enttäuschungen?

Nur das Positive oder nur das Negative zu wahrzunehmen, entspricht nicht den Gegebenheiten. Es war ein Jahr mit allen Gefühlen und mit nicht nur guten Erfahrungen. Ich kann dankbar sein, dass ich meine Meinung frei äußern kann und in Freiheit lebe. Ich weiß nicht, ob ich das immer behaupten darf, ich bin aber zuversichtlich!

Ich sehe auch das Leid in der Welt, bei meinen Nachbarn, Krankheiten und Kummer bei Freunden und in der Familie. Das sind Zeiten der Trauer und der Sorgen, aber ich hoffe immer das Beste. Ich versuche auch, immer mein Bestes zu geben, um eine schwierige Situation in den Griff zu bekommen. Meine Hilfe anzubieten, niemanden im Stich zu lassen.

Wir wollen glauben
(Rainer Maria Rilke)

Wir wollen glauben
an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch,
Zumutung.
Wir wollen sehen,
daß wir´s nehmen lernen,
ohne all zu
viel fallen zu lassen, von dem,
was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges,
Ernstes und Großes
von ihm verlangen.

Ein Leuchtturm zeigt den richtigen Weg, den wir auch im Alltag finden müssen.©ik

Ein paar Gedanken aus der Weihnachtsansprache 2025 von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier am 25. Dezember 2025 in Schloss Bellevue:

„.. es sind nicht nur diese schönen Bräuche und Rituale, die uns Weihnachten so wichtig machen. Es ist vor allem die Botschaft: In der Dunkelheit erstrahlt ein Licht.
Für „Dunkelheit“ können wir all das einsetzen, was jeden einzelnen von uns bedrückt – eine Krankheit etwa, der Verlust eines nahen Menschen, Einsamkeit, die Angst um den Arbeitsplatz, die Sorge um die persönliche Zukunft unserer Lieben – oder auch das, was uns als Gesellschaft ängstigt: die Krisen und Kriege in der Welt, die Unsicherheiten vor der Zukunft.

Und für das „Licht“ können wir all das einsetzen, was uns trotz allem immer wieder Hoffnung gibt, was uns stärkt, was uns Lebensfreude und Mut gibt: die Gemeinschaft in vielen Formen, in der Familie, in Gruppen und Vereinen, die Erfahrung, willkommen und angenommen zu sein, das Engagement so vieler für eine bessere Welt und vor allem sind es die Menschen, denen wir in Liebe verbunden sind.

Weil das die zentrale Botschaft ist, dass das Licht in der Dunkelheit erstrahlt, darum freuen wir uns so über Weihnachten. Es macht unser Leben erwartungsvoller, froher, wärmer, zuversichtlicher.
Mit solcher Zuversicht haben wir die Kraft, uns für unsere Welt und für unsere Mitmenschen einzusetzen. Das gilt für die Politik im Großen und das gilt für die vielen kleinen Initiativen überall im Land….

…Ich glaube, wenn wir uns gemeinsam mit anderen auf die Suche nach Orientierung, nach Zielen machen, können wir viel gewinnen. Wenn wir dabei andere mit echtem Interesse zu Wort kommen lassen und sie nicht nur mit dem behelligen, was wir selber schon immer für richtig halten. Orientierung gewinnen durch echtes Fragen, durch Offenheit, durch Gespräch und durch gemeinsames Tun: Das kann den vor uns liegenden Weg erhellen und ihm Richtung geben.
Ja, wir brauchen Gemeinschaft…. Wir wissen, wie unersetzlich für unser Leben verlässliche Weggefährten sind. Und wir wissen, dass wir – in leichten und in schweren Tagen – auf tragfähige Verbindungen vertrauen dürfen. Und dass man auch auf uns vertrauen darf: Die Bindungen, die uns Halt geben, sind genauso wichtig wie die, die uns in die Pflicht nehmen.“

Überall kreuzen sich Wege und neue Erfahrungen bereichern unser Leben.©ik

Mit der Zuversicht und dem Mitgefühl für meinen Nächsten wird das nächste Jahr wieder Glücksgefühle, aber auch Traurigkeit bereithalten. Nehme ich es an, wird mein Jahr ausgefüllt sein und das Licht wird die Schatten vertreiben. Versuchen wir alle aus der Natur zu lernen: Über den Wolken scheint die Sonne und irgendwann strahlt sie auch für mich.

Es liegt an mir, wie viel Raum ich den negativen Einflüssen gebe. Bin ich zuversichtlich, gehe ich auf Menschen zu und bin ich freundlich, wird sich das Leben in vielen Situationen zum Besseren wenden.

(IK)