
Opernball von Stefanie Sargnagel
- Seitenzahl: 80 Seiten
- Genre: Roman
- Verlag: Rowohlt Hundert Augen
- ISBN: 978-3-498-00882-6
- Preis: 18 €
Das Buch Opernball von Stefanie Sargnagel habe ich gelesen, nachdem ich einen Bericht über den Wiener Opernball gesehen hatte und das Buch versprach, einen Blick auf dieses Ereignis zu werfen aus der Perspektive eines Menschen, der nicht zur „Hautevolee“ gehört. Diese Satire enthält die Beschreibung dieser glanzvollen Veranstaltung.
Stefanie Sargnagel erzählt, dass sie zum zweiten Mal dabei ist und dieses Mal sogar eingeladen wurde. Sie ist in Begleitung dort, keinen prominenten Menschen, sondern Bekannten, die vorher nie daran gedacht hatten, sich unter VIPs und Promis zu mischen.
Gemeinsam beobachten sie diese Reichen und Prominenten und ihr zum Teil sehr unangenehmes Verhalten und schlechtes Benehmen. Fröhlichkeit und Dynamik scheint es nur zu geben, wenn Fernsehkameras auf die Feiernden gerichtet sind. Das Benehmen einzelner Personen wird geschildert, erschreckt – und belustigt.
Fazit: Im Großteil ist das Buch tatsächlich lustig und ich habe Tränen gelacht. Es gibt auch viele interessante Einblicke in den Ablauf dieses Events. An einigen Stellen ist die Erzählung durchaus makaber – da gewinnt der Wiener Schmäh eindeutig Oberhand. An diesen stockte mein Lachen und ich musste mir in Erinnerung rufen, dass Stefanie Sargnagel Satirikerin ist; also ist Übertreibung Programm. Wenn man sich allerdings die Videos im Internet anschaut, ist es vielleicht doch nicht übertrieben.
Die österreichischen Begriffe habe ich nicht alle verstanden, da hätte ich mir eine kurze Erklärung gewünscht. Meine Nachbarin ist Wienerin, sie wird das Buch bekommen und sich auf dem nächsten Flug in die Heimat amüsieren.