Asta Rode zeigt ihre Naturbilder aus Stendal

 

Für Kaschadestipendiatin eine Zeit der Experimente

 

 

Unter dem Motto: „Wissenschaft ist erleuchtend" engagiert sich die H. und H. Kaschade-Stiftung für Internationalität, Kultur, Bildung und Kunst in Stendal und der Altmark. Die gemeinnützige Stiftung fördert Projekte, die den Zugang zu Literatur erleichtern, künstlerische Talente unterstützen und kulturelle Vielfalt erlebbar machen.

Das Kunststipendium der Kaschade-Stiftung lädt bildende Künstlerinnen  und Künstler, die sich um das Stipendium bewerben, aus dem In- und Ausland ein, sechs Wochen lang in Stendal zu arbeiten.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten finanzielle Unterstützung, kostenfreie Unterbringung und ein Atelier für die Zeit, in der sie in Stendal arbeiten.  Ziel ist es, die Stadt als kreativen Ort zu stärken und neue Impulse in die Kulturszene zu bringen. Die entstandenen Werke werden abschließend in einer Ausstellung präsentiert; eins davon wird ausgesucht und bleibt in der Hansestadt.

Vernissage 22.10. Asta Rode in VB mit Vorstand Ingo Freidel.

Eröffnung der Ausstellung in der Volksbank. VB - Vorstand Ingo Freidel mit der Stipendiatin Asta Rode.© T.Pfundtner

Am Donnerstagabend, 22.10.2026, wurde die Ausstellung der diesjährigen Kaschadestipendiatin Asta Rode in der Volksbank der Hansestadt eröffnet.

Die interessierten Gäste konnten sich die Bilder der Künstlerin eingehend anschauen und auch mit Asta Rode ins Gespräch kommen. Oberbürgermeister Bastian Sieler fasste seinen Eindruck so zusammen: „Man sieht immer die Stadt, die Gebäude, jetzt rückt die Natur in den Vordergrund."

Asta Rode Aryl auf Leinwand

Bild vom Stadtsee Stendal, einem der Lieblingsorte der Künstlerin in Stendal.©T.Pfundtner

Asta Rode hat in ihrer sechswöchigen Stipendiatszeit auf ihren Erkundungstouren durch Stendal und die Altmark vor allem die Natur im Auge gehabt. So hat sie Wälder und die Landschaft durchstreift und in verschiedenem Licht beobachtet.

Die eigentliche künstlerische Arbeit fand dann in ihrem Atelier der Kaschade-Stiftung statt. Ihre Bilder fertigt sie mit Acrylfarben auf Leinwand an, die  sie selbst mischt.
Über ihre Arbeit in Stendal hat sich Frau Rode auch geäußert: „Sehe einen Wald und will das umsetzen. Oder etwas anderes. So schnell wie in Stendal male ich sonst nie. Im Atelier brauche ich wesentlich länger." Im Gespräch erklärte sie, dass die sechswöchige Arbeit für sie Schaffen im Akkord gewesen sei, weil sie zur Ausstellung etwas anbieten wollte. Damit sei es auch ein Experiment für sie gewesen. Andererseits habe sie aber auch die Ruhe in Stendal genossen.

Die Ausstellung heißt: „Weites Land" und umfasst die Arbeiten, die in Stendal entstanden sind, aber auch Arbeiten mit Motiven aus den Pyrenäen und von den südamerikanischen Iguazú-Wasserfällen.

Stipendiaten  eröffnen neue Sicht auf Stendal und die Region

Bastian Sieler bei der Ausstellungseröffnung mit Asta Rode.

Oberbürgermeister Bastian Sieler bei der Eröffnung der Ausstellung „Weites Land" von Asta Rode.©T.Pfundtner

Oberbürgermeister Bastian Sieler sieht die Werke, die während des Künstlerstipendiums der Hansestadt Stendal entstehen, als neue Sicht auf Stendal und die Region. Dazu tragen die unterschiedlichen Biografien und Arbeitstechniken der Stipendiaten bei. Außerdem die neue Perspektive, die die Gäste auf Stendal haben. „Als Stendaler sind wir oft mit Scheuklappen unterwegs, und wie schön es hier ist, fällt einem gar nicht mehr auf“, sagte Sieler. So sei das Künstlerstipendium ein „wichtiger Beitrag, Stendal und die Region einmal anders darzustellen“.

Während ihres Aufenthaltes in Stendal entstanden diverse neue Werke. Seit ihrem Einzug in die Räumlichkeiten der Kaschade-Stiftung Mitte August 2026 nutzte sie die Zeit intensiv für kreative Arbeiten und neue Werkgruppen. Ihr Aufenthalt stieß auch auf offizielle Resonanz – so stattete ihr unter anderem der Oberbürgermeister der Hansestadt Stendal einen Informationsbesuch ab, um sich ein Bild von ihrem Schaffen zu machen.

Asta Rode

Künstlerin Asta Rode©T.Pfundtner

Über die Künstlerin Asta Rode

Die 1965 in Hannover geborene Künstlerin Asta Rode ist im Jahr 2026 als Künstlerstipendiatin in Stendal tätig. Sie erhielt den international ausgeschriebenen 1. Preis der H. und H. Kaschade-Stiftung und ist seither in den Räumlichkeiten der Stiftung zu Gast. Im Rahmen dieses Stipendiums arbeitete und kreierte sie vor Ort verschiedene Bilder von „natürlichen Sehenswürdigkeiten" in Stendalnd Umgebung .
Die multimediale Künstlerin, die an der Fachhochschule Hannover Bildende Kunst studierte, zudem in Wien und in Groningen und Meisterschülerin von Prof. Verena Vernunft war, ist unter anderem für ihre detailreichen Ölzeichnungen, Landschaften, Porträts und raumgreifenden Arbeiten bekannt.

Sie blickt auf zahlreiche internationale Residencies (u. a. in Japan, Schweden und Dänemark) sowie Ausstellungen im In- und Ausland zurück. Faszinierend und international beachtet sind ihre detailreichen, oft rätselhaften Bildwelten, in denen sie Vertrautes (wie Landschaften, Architekturen oder Naturmotive) mit surrealen, fantastischen Elementen verknüpft. Dabei setzt sie neben klassischen Techniken auch seltenere Verfahren wie die Ölzeichnung ein.